Über mich

Ich begann erst mit 18 Jahren Klavier zu lernen - eigentlich recht spät. Gerade diese Erfahrung hat mich später stark geprägt, als ich begann, mich mit Lernprozessen und Klavierunterricht zu beschäftigen.

Mit 22 Jahren begann ich zunächst ein Studium zum Techniker. Nach meinem Abschluss plante ich sogar noch ein Ingenieurstudium. Doch kurz davor stellte ich mir eine entscheidende Frage: Warum nicht Musik studieren?

Auf der Suche nach einer Möglichkeit besuchte ich die Musikakademie in Tübingen. Dort erlebte ich ein Konzert des Gründers der Akademie, der an diesem Abend alle Chopin-Etüden spielte. Dieses Konzert beeindruckte mich so sehr, dass ich mich spontan an der Akademie bewarb.

Nach einem Vorspiel wurde ich aufgenommen und begann mein Studium.

Eine Besonderheit dieser Akademie war, dass wir nicht nur zum virtuosen Klavierspiel, sondern auch intensiv zum Klavierunterricht ausgebildet wurden. Schon während dieser Zeit begann ich mich intensiv mit der Frage zu beschäftigen, wie man Klavier wirklich gut unterrichtet.

Als ich später selbst Unterricht gab, arbeitete ich zunächst mit den üblichen Klavierschulen. Doch bald merkte ich, dass diese Materialien nicht meinen Vorstellungen von einem wirklich überzeugenden Unterricht entsprachen.

Gemeinsam mit anderen Studenten entwickelte ich erste eigene Unterrichtsmaterialien. Daraus entstand meine erste kleine Klavierschule „Der Schneemannstraum“. Später folgte ein weiteres Heft mit dem Titel „Die Schatzkiste“.

Doch meine Suche nach einem wirklich guten Unterrichtskonzept ging weiter.

In dieser Zeit begann ich mich intensiv mit Lernprozessen des menschlichen Gehirns zu beschäftigen. Ich las zahlreiche Bücher über Gehirnforschung, Lernen und musikalische Entwicklung. Mich interessierte besonders die Frage, wie Menschen musikalische Fähigkeiten möglichst natürlich und effizient erlernen.

Aus dieser intensiven Beschäftigung entstand schließlich die Idee, eine Klaviermethode zu entwickeln, die sich an den natürlichen Lernprozessen des Gehirns orientiert.

Nach vielen Jahren Arbeit entstand daraus - vor etwa 15 Jahren - die Klavierstraße-Methode mit den Lehrwerken:

  • Kleine Klavierstraße
  • Klavierstraße 1
  • Klavierstraße 2
  • Klavierstraße 3

Diese Methode bildet heute die Grundlage meines Unterrichts. Mein Repertoire als Pianist reicht von Barock über Klassik und Romantik bis hin zu moderner Musik sowie Jazz und Pop.